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Tone Partljič

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1940 -

Tone Partljič hat das Abitur an der Lehrerbildungsanstalt im Jahre 1960 abgelegt und in verschiedenen Orten gelehrt; nach dem Diplom an der Pädagogischen Fakultät im Jahre 1965 lehrte er in Sladki vrh. 1971 wurde er Dramaturg am Slowenischen Nationaltheater Maribor.

1987 übernahm er die künstlerische Leitung des Mariborer Theaters und im Jahre 1971 die Leitung des Dramas des Slowenischen Nationaltheaters in Ljubljana. 1990 wurde er zum Abgeordneten gewählt. Von 1992 bis 1993 war er stellvertretender Vorsitzender des Vollzugsrates der Gemeindeversammlung Maribor, verantwortlich für gesellschaftliche Tätigkeiten.

Ab 1992 war er als Abgeordneter des Parlaments tätig. 1983 bis 1987 war er Vorsitzender von Društvo slovenskih pisateljev [Slowenischer Schriftstellerverband]. In den sechziger Jahren begann er, sich mit Literatur und polemischen Schriften zu beschäftigen. Thematische Anregungen erhielt er von dem kümmerlichen Leben der Lehrer auf dem Lande, von der Zersetzung traditioneller und der Bedenklichkeit neuer Werte, was er in den Sammlungen von Kurzgeschichten und in den Theatertexten Ribe na plitvini (1968), Naj poje čuk (1971), Tolmun in kamen (1972), die auch viel Autobiografisches enthalten, zum Ausdruck bringt. Sie sind humorvoll, satirisch, zum Teil sarkastisch geschrieben. Aus seiner eigenen Kindheit schöpfte er die Geschichten für Kinder (die Sammlungen Hotel sem prijeti sonce, 1981, Slišal sem, kako trava raste 1990). Er führte die Überlieferung von Cankars Schauspieldichtung weiter (Hlapce setzte er mit der Komödie Oskubite jastreba, 1977 fort) und erntete bei der Bevölkerung großen Beifall mit den Komödien Ščuke pa ni 1973, O ne ščuke pa ne 1976 sowie Ščuka, da te kap 1987.

Das Nachkriegsgeschehen auf dem Lande stellte er in dem erfolgreichsten Spiel Moj ata, socialističen kulak 1983 dar. Die Erzählungen von Tone Partljič mit Elementen des schwarzen Humors und des Absurden wurden u.a. für das Fernsehen inszeniert Mama umrla, stop, aufgeführt 1974; O težavah s Kalmanovim truplom 1977, aber auch verfilmt Vodstvo Karoline Žašler 1976 und Moj ata, socialistični kulak 1987, beide unter der Regie von Matjaž Klopčič.

Als Dramatiker und Dramaturg haben ihn stofflich die politischen Gegensätze, die die Menschen in äußerste Situationen bringen, besonders beeindruckt. Partljič hat als Erzähler am tiefsten in die Theaterwelt eingegriffen und sie in ihren Extremen gezeigt. Als Schreiber von Humoresken und als Erzähler kommentierte er das Geschehen in der slowenischen Kultur, mit politischen Humoresken begleitete er die Verselbstständigung Sloweniens in den Jahren von 1988 bis 1992.