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Haben Sie Interesse an einer Kurzfassung der Stadtgeschichte Maribors und des Pohorje-Gebirges?

Kurzfassung der Stadtgeschichte Maribors

Dort, wo in der Antike eine bedeutende Verkehrskreuzung zwischen Celeia und Flavia Solva auf der einen Seite und Ptuj und Kärnten auf der anderen Seite entstand, befindet sich heute die zweitgrößte Stadt in Slowenien, Maribor. Die bescheidenen Funde aus der jüngeren Steinzeit, die Urnenfelder, die keltischen Funde und die römische villa rustica erzählen von den ältesten Spuren der Ansiedlung auf dem Gebiet der heutigen Stadt.

Irgendwann zwischen den Jahren 1147 und 1164, errichtete der steirische Markgraf Ottokar III. auf dem Hügel, der heute Piramida genannt wird, die erste Festung. Die Festung wurde „Burg in der Mark" oder Marchburch genannt. Unter der Burg befanden sich schon damals einige Bauernhöfe. Die kleine Siedlung, die unterhalb des Hügels heranwuchs, wurde schon im Jahre 1209 als Marktgemeinde und im Jahre 1254 als Stadt erwähnt. Bald darauf haben die Bürger mit dem Bau der zwei Kilometer langen Stadtmauer, die die Stadt umgab, begonnen. Die Stadtmauer wurde später zusätzlich mit Wehrtürmen verstärkt. Sodni stolp (dt. Gerichtsturm), Tscheligijev stolp (dt. Tscheligiturm), Židovski stolp (dt. Judenturm) und Vodni stolp (dt. Wasserturm) halfen dabei, die Stadt sogar vor den Einfällen der Türken zu schützen und verbergen noch heute so manche Legende.

Im Mittelalter lebte in Maribor eine zahlenmäßig und wirtschaftlich sehr starke jüdische Gemeinde. Sie bauten sich eine für jene Zeit große und mächtige Synagoge, die aufgrund ihrer Charakteristiken im mitteleuropäischen Raum phänomenal war.

Die Stadt, die aus Stein und Holz gebaut war, verschonten weder Brände noch die Pest. Letztere hat gegen Ende des 17. Jh. ein Fünftel der Bevölkerung dahingerafft und in dieser Zeit bekommt Maribor eines der schönsten Kulturdenkmäler in der Stadt, die Marien- oder Pestsäule.

Der slowenische Bischof Anton Martin Slomšek ist ein verdienter Volkserwecker. Mit der Übertragung des lavantinischen Bischofssitzes aus St. Andrä nach Maribor im Jahre 1859 wurde die Kirche des hl. Johannes des Täufers, die auf dem Platz steht, der heute nach Slomšek benannt ist, zur Domkirche.

Der Ausbau der Südeisenbahn von Wien nach Triest im Jahre 1846 bescherte der Stadt eine schnelle industrielle Entwicklung. Die einst kleine Stadt weitete sich sehr schnell aus und mit der Ausweitung der Stadt vergrößerte sich auch der Verkehr. Es mussten neue Brücken gebaut werden und gerade diese haben den mittelalterlichen Entwurf des alten Stadtteils, genannt Lent niedergerissen. Der Fluss namens Drau war schon zu Zeiten der Römer eine wichtige Verkehrsader. Jährlich fuhren etwa 700 "šajkas" und 1200 Flöße auf dem Fluss, die neben Holz auch Wein, Eisenprodukte und Textilien von Kärnten nach Beograd und weiter bis zum Schwarzen Meer transportierten. Der einst reißende Fluss flüstert heute leise über seine bedeutende Rolle am Wohlstand der Stadt. Und nur einige Meter abseits vom Fluss wächst und trägt nach mehr als 400 Jahren noch immer die samtene Königin aller Weinsorten, die Alte Rebe, die älteste edle Rebe weltweit.

Nach dem Ersten Weltkrieg sind aus der Grossen Österreichisch - Ungarischen Monarchie neue Städte entstanden. General Rudolf Maister ist derjenige slowenische General und Dichter der die heutige Nordgrenze Sloweniens verteidigt hat. Die stürmischen Jahre während des Ersten Weltkrieges haben auf die spätere Entwicklung der Stadt entscheidenden Einfluss genommen. Es entwickelte sich eine starke Textilindustrie, die auch in den folgenden Jahrzehnten ihre Gelegenheit fand. Den Zweiten Weltkrieg hat Maribor voll Angst vor der sich nähernden Militärmacht erwartet. Es war der 6. April 1941, als das ehemalige Jugoslawien unter die Gewalt fiel. Die gesamte Entwicklung und auch die Industrie in der Stadt blieben stehen. Während des Krieges wurde die Stadt fast völlig zerstört und die Folgen dessen waren noch Jahrzehnte nach Kriegsende spürbar. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfährt Maribor eine sprunghafte Entwicklung. Die Unternehmen haben im Zeitraum des Selbstverwaltungs-Sozialismus die Menschen überwiegend nach sozialen Kriterien beschäftigt und eine Arbeiterklasse der neuen Zeit geschaffen.

Mit der Kürzung der Arbeitsplätze in der Industrie hat sich Maribor auf die beschleunigte Entwicklung des Tourismus und anderer Dienstleistungen orientiert. Die Stadt mit ihren 110.000 Einwohnern wurde zum Universitäts-, Wirtschafts-, Kultur-, Verkehrs- und Tourismuszentrum im Nordosten Sloweniens.

Kurze Geschichte des Pohorje-Gebirges

Vor etwa eintausendvierhundert Jahren kamen unsere Vorfahren aus der Balkanhalbinsel und aus dem Norden und erblickten vor sich den Gebirgszug, den sie mit der einfachen Bezeichnung im slowenischen Toponym Pohorje bezeichneten.

In historischen Dokumenten aus dem Jahre 1230 finden wir die Bezeichnung „supania Pocher“, was ein zweifelsfreier Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung des Toponyms Pohorje ist.

Das Pohorje-Gebirge ist mit Stolz das einzige magmatische metamorphe Gebirge in Slowenien  und dementsprechend sind auch die ökologische Besonderheit, die Reliefgestaltung, die Gewässer und die örtlichen Besonderheiten. Auf dem undurchlässigen steinernen Grund gestaltete sich ein Bergrelief  und Kuppengebirge sowie das dichteste System von Oberflächengewässern in Slowenien. Das komplexe geografisch geschlossene Gebiet des Pohorje-Gebirges hat ein vielseitiges Naturerbe. Seinen Ausnahmecharakter und seine Besonderheit kommen in den Ebenen und den Torfmooren mit Seen, den Höhlen in Marmor und Tonalit, der höchsten slowenischen Fichte (Sgermova smreka), den Resten des Urwalds Šumik, den Fundstätten des Magmagesteins (Tonalit, „čizlakit“ und Marmor) zum Ausdruck...